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Angetestet: Ricochet

Angetestet: Ricochet

Eine Sportart, die man in der Regel schon mal gehört hat, aber oft doch nicht genau weiß wie sie funktioniert ist Ricochet. Eine dem Squash ähnliche, dynamische Rückschlagsportart innerhalb eines geschlossenen Courts. Obwohl sich die Sportarten schon sehr ähneln, ist das Spielgefühl ein ganz anderes. Auch Bälle und Schläger(Rackets) sind leicht abgewandelt und den geringeren Platzverhältnissen angepasst.

Die Bezeichnung Ricochet kommt aus dem französischen und bedeutet Abprall oder Querschläger. Ziel des Spiels ist das Anspielen der Frontwand innerhalb der erlaubten Linien, direkt oder indirekt über Seitenwände oder der Decke. Gespielt wird Ricochet vor allem aus dem Handgelenk, was der kleine Schläger gut ermöglicht. Die Bälle sind noch weicher und springen etwas weniger als beim Squash. Neben den Seitenwänden und der Rückwand kann auch die Decke bespielt werden. Damit wird das Spiel dynamischer und unvorhersehbarer. Da der Platz aber recht klein ist, kann man beim Ricochet fast jeden Ball mit einem schnellen Ausfallschritt erreichen.

Etwas fremd, aber durchaus praktisch ist die elektronische Komponente im Spiel. Anders als beim Squash leuchtet eine Lampe auf und es ertönt ein akustisches Signal, wenn der Ball unterhalb der Linie angespielt wird. So entfallen schon mal einige Diskussionen um knappe Bälle. Außerdem entfällt das merken des Spielstands, da man nach jedem gewonnenen Punkt auf ein Scoreboard drückt, dass die Spielstände speichert.

Gepunktet wird mit jedem Ballwechsel wobei man bei Ballgewinn anschließend Aufschlagrecht erhält. Ein Satz geht bis 15 Punkte, er kann allerdings nur bei eigenem Aufschlag gewonnen werden. Man gewinnt das Spiel letztendlich mit den üblichen 3 Gewinnsätzen (Best of Five).

Spieltaktisch empfiehlt sich eine ständige Orientierung zur T-Position innerhalb des Courts, also der Mitte des Feldes um alle Ecken des Spielfeldes schnell erreichen zu können. Die Returns werden mal kurz und mal lang angespielt um den Gegner ständig in Bewegung zu halten und zu Fehlern zu zwingen. So müssen blitzschnelle Entscheidungen getroffen werden, wo man den Ball hinspielt oder hinläuft. Gerade am Anfang wird es deshalb immer mal zu Let-Bällen kommen. Also der Wiederholung von Ballwechseln, weil man sich mit dem Gegner gegenseitig behindert hat.

Insgesamt ist Ricochet kein ganz einfacher Sport, eine gewisse Erfahrung mit Squash oder anderen Rückschlagsportarten ist von Vorteil. Mit ein bisschen Training gibt es allerdings spieltaktisch so einige Möglichkeiten sich im Käfig auszutoben.

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